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Schwarzer Apollo (Parnassius mnemosyne)

Eine Lichtgestalt im Wald

Der Schwarze Apollo ist einer der größten und auffälligsten heimischen Schmetterlinge. Die letzten Vorkommen in Deutschland befinden sich in den Alpen, auf der Schwäbischen Alb und in der Rhön, wo er als bayerischer Ureinwohner und Lichtgestalt im Wald tituliert wird (Projekt zu Bayerns Ureinwohnern des Landschaftspflegeverbandes Rhön-Grabfeld). Dies trifft es sehr gut: Der Schwarze Apollo lebt nur an Waldrändern und Heckensäumen, sowie im Bereich von Baumbeständen, die so licht sind, dass die Sonne die meiste Zeit des Tages den Boden erreicht und die dort lebenden Raupen erwärmt. Aber auch die Falter sind sehr sonnenhungrig, sobald sich eine Wolke vor die Sonne schiebt, setzen sie sich hin. Sie benötigen viel Nahrung, die sie von einer Vielzahl verschiedener Blütenpflanzen sammeln. Die Raupen sind auf den Lerchensporn spezialisiert. Diese Pflanze stellt ihre einzige Nahrung dar. Obwohl die Pflanze zur Flugzeit der Falter schon vertrocknet ist, finden die Weibchen die den Raupen später zusagenden Stellen und legen dort ihre Eier ab.

Merkmale des Schwarzen Apollos

Der Schwarze Apollo. Foto: Thomas Stumpf.
Der Schwarze Apollo.

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Lebensraum

Lebensraum des Schwarzen Apollos. Foto: Michael Krämer.
Lebensraum des Schwarzen Apollos.

Der Lebensraum des Schwarzen Apollos sind sonnige, lichtdurchflutete Laub- und Mischwaldränder mit vor- oder eingelagerten blütenreichen Wiesen und Säumen, die reiche, aber lockere Lerchenspornbestände aufweisen. Die Art nutzt vor allem Übergangslebensräume zwischen geschlossenem Wald und offenen Flächen, sogenannte Ökotone. Dies können Waldmäntel, Säume und Raine sein, aber auch Lichtungen, Schneisen und Schlagfluren oder Hecken- und Gebüschkomplexe. In den Alpen findet man ihn außerdem auf verbuschenden Wiesen, Weiden und Alpendostfluren. Wesentlich ist dabei, dass die Raupennahrungspflanze Lerchensporn an sonnigen und frischen Standorten vorkommt (Drews 2003, Leopold et al. 2005).

Literatur

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