Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Blauschillernder Feuerfalter (Lycaena helle)

Blauer Schiller in der Sonne

Der Blauschillernde Feuerfalter gehört zur Familie der Bläulinge und dort zu den Feuerfaltern. Diese sind durch eine orange Färbung gekennzeichnet, der Blauschillernde Feuerfalter hat zusätzlich einen metallisch-violetten Schiller auf den Flügeloberseiten, der nur bei entsprechendem Lichteinfall und Blickwinkel zu Tage tritt. Er besiedelt Feuchtwiesenbrachen bzw. nährstoffarme bis mäßig nährstoffreiche Feuchtwiesen mit guten Beständen des Schlangen-Knöterichs, der in Deutschland die einzige Raupennahrungspflanze des Blauschillernden Feuerfalters ist. Auch die Eiablage erfolgt nur auf dieser Pflanze. Die Vorkommen befinden sich an kleinklimatisch kühlen Stellen. In Nordost-Deutschland (und Osteuropa) bildet die Art zwei Faltergenerationen im Jahr aus, in Süd- und West-Deutschland nur eine Generation.

Merkmale des Blauschillernden Feuerfalters

Weibchen des Blauschillernden Feuerfalters. Foto: S. Caspari.
Weibchen des Blauschillernden Feuerfalters

Lesen Sie mehr über die  Merkmale des Blauschillernden Feuerfalters.


Lebensraum

Lebensraum des Blauschillernden Feuerfalters im Bereich der Gebüschgruppen. Foto: S. Caspari.
Lebensraum des Blauschillernden Feuerfalters

Der Blauschillernde Feuerfalter besiedelt vor allem brachliegende oder randlich ungenutzte Feucht- und Moorwiesen, feuchte Hochstaudenfluren und Pfeifengraswiesen; daneben aber auch Übergangsmoore, lichte Moorwälder und ähnliche Pflanzenbestände. Eine besondere Bedeutung hat vermutlich die Rasenschmielen-Knöterich-Brache. Einigendes Merkmal ist in allen Fällen der Reichtum an Schlangen-Knöterich (Bistorta officinalis), der einzigen Raupennahrungspflanze in Deutschland. Daneben sind eine mehr oder weniger ausgeprägte Streuschicht, ein bultiger Aufbau der Pflanzendecke und ein Windschutz durch Gehölze zu beobachten. Ob die Streuschicht tatsächlich benötigt wird, oder nur ein Effekt der Brache ist, ist nicht geklärt.

 

 

 

Literatur

 Literatur